Kittlitz - Nostitz
Bitte um Osterspenden für das Heim des Hl. St. Vinzent de Paul in Dolni Podluzi
Osterpäckchenaktion
Auch im Jahr 2026 wollen wir das Mutter-Kind-Heim in Dolni Podluzi (CZ)
mit unseren Osterpäckchen unterstützen.
Die letzte Abgabemöglichkeit ist am 03. April (Karfreitag) im Bischdorfer Pfarrhaus.
Bitte nehmen Sie Kontakt zum Bischdorfer Pfarramt (03585 481401) auf, bevor Sie mit dem Packen beginnen. Wir erhalten in Kürze eine Liste der Bedürftigen, so dass der Inhalt besser auf die konkreten Bedürfnisse der Empfänger abgestimmt werden kann.
Weiterhin freuen sich die Bewohner des Heims und die Bedürftigen in der Umgebung über Kleider- und Sachspenden (unverderbliche Lebensmittel, Hygiene- und Sanitätsartikel, Schuhe). Des Weiteren können sehr gerne gut erhaltene (Schul-)taschen, Federkästchen und Turnbeutel gespendet werden. Auch Spielzeug und Gesellschaftsspiele können abgegeben werden. Achten Sie bitte darauf, dass es sich nicht um komplizierte Spiele handelt und dass keine Deutschkenntnisse zur Verwendung nötig sind.
Das Heim bittet auch um finanzielle Unterstützung! Da das Team damit die außerschulischen Aktivitäten der Heimkinder unterstützen kann, wie z. B. verschiedene Freizeitaktivitäten oder Ausflüge. Diese Aktivitäten sind kostenpflichtig und das Heim muss abwägen, ob es die Kinder unterstützt oder nicht. Das Heim bietet außerdem jedes Jahr für die Heimkinder ein Sommerlager an.
Gern können Sie Ihre Geldspende bei uns in Bischdorf im Pfarramt abgeben oder zu den Gottesdiensten vor Ostern mitbringen. Wir leiten es dann weiter.
Sie möchten die Spenden gerne nach Dolni Podluzi bringen? Super! Melden Sie sich bitte schnell bei uns!
Herzlichen Dank!
Einige Impressionen von der letzten Übergabe der Osterpäckchen:
Liebe Leserinnen und Leser,
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!
Am Ostersonntag sprechen wir uns diesen Ostergruß einander zu. Die kommenden Wochen bis Pfingsten werden als österliche Freudenzeit bezeichnet. Doch wir spüren: Nicht alles ist freudig, vieles macht uns Sorgen in diesen Zeiten.
Das erste Osterfest, von dem die Evangelien berichten, war auch nicht nur freudig und ausgelassen. Voller Sorgen und Zweifel kommen die Frauen am Morgen zum Grab und voller Furcht und schweigend fliehen sie wieder vom leeren Grab. Mit dem Blick auf die Kriegsgebiete dieser Welt spüren wir unsere ganz eigenen Sorgen und Befürchtungen. Manchmal halten wir diese Spannung nur schwer aus. Aber was der Engel am leeren Grab den Frauen sagt, gilt auch uns: Jesus ist auferstanden, das Grab ist leer. Jesus geht uns voraus nach Galiläa, aber auch nach Kittlitz und Nostitz und in alle die schönen Dörfer rings herum, in unsere Heimat. Er ist da, wo wir wohnen, wo wir festsitzen, wo uns die Decke auf den Kopf fällt. Wir sind nicht allein. Jesus ist bei uns und begleitet uns in diesen schweren Zeiten. Jesus war tot und lebt wieder. Er bringt das Licht der Hoffnung in unsere Dunkelheit. Es gibt Hoffnung, gerade gegen den äußeren Schein. Mit dem Tod ist nicht alles aus. Gott erhält unser Leben.
Und Jesus, der Auferstandene, lehrt uns lachen, mitten in unserem Elend und Tod. Er lehrt uns frei und unbekümmert lachen in der Gewissheit seines Sieges und in der Kraft seiner Auferstehung. Besonders in einer Welt, erfüllt von so viel Unsicherheit und Müdigkeit, Missgunst und Neid. Es ist oft alles zum Weinen, nur zum Weinen. Aber Gott schenkt uns zu Ostern ein Lachen, so reich, dass wir es immer hören müssen und wieder hören. Und Gott lacht, selig rettend und herrlich. Denn wir alle werden einmal auferstehen. Das ist die Freude von Ostern. Und wenn wir wollen, wird sie uns nicht loslassen, sondern dazu ermutigen, unter Tränen zu lachen. Weil Gott lacht. Denn Jesus hat dem Leid, dem Tod und aller Bosheit die Macht genommen. Wer die Osterbotschaft im Herzen hat, der kann lachen und andere damit anstecken. Ich wünsche Ihnen und Euch allen – auch in aller Sorge und in allem Kummer – eine freudige Osterzeit und herzliches Lachen.
Ihr und Euer Pfarrer Friedemann Bublitz
Was bedeutet eigentlich Ostern?
Mit dem Ostersonntag beginnt die österliche Fest- und Freudenzeit. In dieser Zeit steht nicht mehr das Leiden und Sterben Jesu im Vordergrund, sondern seine Auferstehung. Das Grab am Ostermorgen ist leer! Von dieser Hoffnung auf die Auferstehung lebt die Christenheit. Weltweit wird das Osterfest mit sehr unterschiedlichen Bräuchen gefeiert. Auch in unserer Nähe gibt es unsere bekannten, aber auch die sorbischen, tschechischen und polnischen Osterbräuche. Viele Kinder suchen Ostereier, andere besuchen das Osterreiten oder holen das Osterwasser. In Tschechien gibt es die Osterruten, in Polen ist es Brauch, sich am Ostermontag mit Wasser zu bespritzen. Es lohnt sich, einmal nachzuschauen, was es mit diesen Bräuchen auf sich hat. Oft haben die Traditionen viel mit ausgelassener Fröhlichkeit zu tun.
Aber woher kommt eigentlich der Name Ostern?
Der Begriff Ostern hat wahrscheinlich einen germanisch-heidnischen Hintergrund. Lange ist man davon ausgegangen, dass sich hinter dem Begriff die Frühlingsgöttin Ostera verbirgt. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Ursprung im altgermanischen Sprachgebrauch. So könnte der Begriff von Austro oder Ausro abgeleitet sein, was ein germanisches Frühlingsfest bedeutet, ferner aber auch mit der Morgenröte zu tun hat. Interessant ist, dass sich bis auf die deutsche und englische Sprache (Easter, sprich: iester) die meisten anderen Sprachen mit ihrem Osternamen auf das Passahfest der Juden beziehen. So heißt Ostern auf französisch Paques, auf italienisch Pasqua, auf niederländisch Pasen, im Schwedischen Påsk und selbst auf isländisch Páskar oder auf färöisch Páskir. Auch verschiedene slawische Sprachen beziehen sich in ihrem Osternamen darauf, z.B. das russische Paskhi. Ausnahmen davon gibt es bei unseren Nachbarn. Denn in Tschechien sagt man Velikonoce und im Polnischen Wielkanoc, was einfach nur „Große Nacht“ bedeutet, sich also auf das Geschehen der Auferstehung bezieht. In Estland heißt Ostern dagegen Lihavotted, was „wieder Fleisch essen“ nach der Fastenzeit bedeutet.
So verschieden die Bezeichnungen auch sind, immer verbirgt sich dahinter die freudige Erkenntnis, dass da etwas Unbegreifliches und Wunderbares geschehen ist. Jesus ist von den Toten auferstanden und hat uns den Weg bereitet. So können auch wir darauf hoffen, nach unserem Leben und Sterben in Gottes Ewigkeit wieder aufzuerstehen.