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Kittlitz - Nostitz

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Kirche ist...* Kirchenvorstandswahlen 13.09.2026

Liebe Gemeindeglieder der Kirchgemeinde Kittlitz-Nostitz.

Am 13.09.2026 wird ein neuer Kirchvorstand gewählt. Die Wahl findet im Anschluss an den Gottesdienst im Kittlitzer Pfarrhaus statt. Die Kandidaten werden sich am 16. August im Gottesdienst vorstellen. Am 1. Advent beginnt dann die Amtszeit des neuen Kirchvorstand.

Gerade weil auf Grund der Veränderungen in Kirche und Gesellschaft viele grundlegende Fragen beraten und entschieden werden müssen, ist die Arbeit des Kirchvorstandes so wichtig. Weiterhin stellt sich die wichtige Frage, wie das kirchliche Leben vor Ort weiterhin gut gestaltet werden kann-auch und gerade unter Rahmenbedingungen, die sich schnell und drastisch verändern.

Wir bitten Sie und Euch herzlich, für die Teilnahme an der Wahl am 13. September in den kommenden Wochen zu werben. Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen braucht in Ihren Leitungsgremien vor Ort eine gute Mischung aus Menschen, die unterschiedliche Perspektiven aus Ihren Alltag und ihrem Glauben in der Kirche mit einbringen möchten. Und sie braucht eine wache und interessierte Gemeinde, die an der Arbeit des Kirchvorstand Anteil nimmt.

Wahlberechtigt sind alle Konfirmierten. Es besteht auch die Möglichkeit zur Briefwahl. Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre und Eure Rückmeldung im Pfarramt.

Herzliche Grüße und eine erholsame und freudige Sommerzeit wünscht - auch im Namen des Kirchenvorstand                                                         Ihr und Euer Pfarrer Friedemann Bublitz

Unsere Kandidaten für den neuen Kirchvorstand :

 

Trinitatiszeit – Gott begegnet uns

Gedanken zu EG 139 „Gelobet sei der Herr“ von Johann Olearius (1665)

 

1) Gelobet sei der Herr,

mein Gott, mein Licht, mein Leben,

mein Schöpfer, der mir hat 
mein Leib und Seel gegeben,

mein Vater, der mich schützt

von Mutterleibe an,

der alle Augenblick

viel Guts an mir getan.

2) Gelobet sei der Herr,

mein Gott, mein Heil, mein Leben,

des Vaters liebster Sohn,

der sich für mich gegeben,

der mich erlöset hat

mit seinem teuren Blut,

der mir im Glauben schenkt

das allerhöchste Gut.

 

3) Gelobet sei der Herr,

mein Gott, mein Trost, mein Leben,

des Vaters werter Geist,

den mir der Sohn gegeben,

der mir mein Herz erquickt,

der mir gibt neue Kraft,

der mir in aller Not 
Rat, Trost und Hilfe schafft.

 

4) Gelobet sei der Herr,

mein Gott, der ewig lebet,

den alles lobet, was

in allen Lüften schwebet.

Gelobet sei der Herr,

des Name heilig heißt,

Gott Vater, Gott der Sohn

und Gott der werte Geist,

 

5) Dem wir das Heilig jetzt

mit Freuden lassen klingen

und mit der Engelschar

das Heilig, Heilig singen,

den herzlich lobt und preist

die ganze Christenheit:

Gelobet sei mein Gott

in alle Ewigkeit!

 

 

Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben“ – mit diesen Worten beginnt das Trinitatislied im Evangelischen Gesangbuch. Es lädt uns ein, Gott zu loben. Nicht, weil wir ihn ganz verstehen, sondern weil wir erfahren dürfen, dass er uns nahe ist.
Die Trinitatiszeit erinnert uns daran, dass wir Christen an den einen Gott glauben, der uns als Vater, Sohn und Heiliger Geist begegnet. Dieses Geheimnis lässt sich nicht vollständig erklären. Aber wir können erleben, wie Gott in unserem Leben wirkt.
Die erste Strophe spricht von Gott als Schöpfer und Vater: 
„…mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel gegeben, 
mein Vater, der mich schützt…“ 
Unser Leben ist ein Geschenk. Gott kennt uns von Anfang an und begleitet uns durch alle Höhen und Tiefen. Gerade bei einer Taufe wird das spürbar: Eltern vertrauen ihr Kind dem an, der es ein Leben lang begleitet und trägt.

In der zweiten Strophe richtet sich der Blick auf Jesus Christus: 
„Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben.“ 
In Jesus ist Gott den Menschen ganz nahe gekommen. Er hat Kranke geheilt, Ausgegrenzte angenommen und Hoffnung geschenkt. Sein Leben und Sterben zeigt: Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen. Wer auf Jesus schaut, erkennt, wie Gott mit uns Menschen umgeht – voller Barmherzigkeit, Geduld und Liebe.
Die dritte Strophe preist den Heiligen Geist als „mein Trost, mein Leben“. Weiter heißt es: 
„…der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft.“ 
Diese Zusage gilt bis heute. Gottes Geist schenkt Mut, wenn wir nicht weiterwissen, Trost in schweren Zeiten und neue Hoffnung, wenn uns die Kraft fehlt. Oft wirkt er leise – durch ein gutes Wort, einen helfenden Menschen oder den Frieden, der plötzlich ins Herz einzieht.
Am Ende mündet das Lied in den großen Lobpreis: 
„Gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist.“ 
Die Trinitatiszeit erinnert uns daran: Gott ist größer, als wir ihn begreifen können. Und doch ist er uns näher, als wir oft ahnen. Darum dürfen wir ihm vertrauen – und ihn von Herzen loben.

 

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Friedemann Bublitz

 

Wussten Sie schon?
Das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) wurde früher auch Dreifaltigkeitsblume genannt. Seine drei Blütenfarben erinnerten die Menschen an den dreieinigen Gott – Vater, Sohn und Heiligen Geist. Schon in Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts wird dieser Zusammenhang beschrieben. So weist eine kleine, unscheinbare Blume auf ein großes Geheimnis des Glaubens hin: Gott ist größer, als wir ihn begreifen können, und doch begegnet er uns oft gerade im Kleinen und Alltäglichen.