Obercunnersdorf - Niedercunnersdorf - Kottmarsdorf - Großschweidnitz
Barocke Dorfkirche Obercunnersdorf
Am 24. April 1690 begann der Bau der heutigen Kirche, die unter Nutzung der vorhandenen Grundmauern der St. Barbara-Kapelle (nachweisbar ab dem 13. Jh.) errichtet wurde. Die endgültige Fertigstellung erfolgte bis 1749. Bereits in den 1660er Jahren entstand die Emporenmalerei durch den Löbauer Maler Friedrich. Sie zeigt Stationen aus dem Leben Jesu und seine Jünger sowie Könige des Alten Testaments. Nachdem diese Malerei ca. 300 Jahre mit weißer Farbe übermalt war wurden die Bilder Anfang der 1960er Jahre wieder freigelegt.
Dorfkirche Niedercunnersdorf
Die Niedercunnersdorfer Kirche ist eine spätbarocke Saalkirche. 1792 erhielt Niedercunnersdorf die Erlaubnis zum Bau einer Kirche. Die Kirchweihe war am 14. September 1794.
Der barocke Altar von vermutlich 1720 stammt aus der Kirche von Oppach.
Bemerkenswert sind die beiden Buntglasenster an der Ostseite mit der Weihnachtsgeschichte sowie Christi Himmelfahrt.
Dorfkirche Kottmarsdorf
Die in der Ortsmitte in 420 m Höhe gelegene landschaftstypische Barockkirche wurde 1736 erbaut.
Ihre schlichte und liebevoll gestaltete hölzerne Innenausstattung ist in seltener Weise ursprünglich erhalten geblieben.
Ins Auge fallen die typischen Barockfarben gelb, rot, schwarz und weiß mit Lilienmustern.
Im Jahre 1854 wurde die Kirche um einen 50 m hohen Kirchturm erweitert. Er ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Oberlausitz.
Krankenhauskirche Großschweidnitz
Die architektonisch schön gegliederte Großschweidnitzer Kirche gehört zum Sächsischen Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz. Sie wurde zwischen 1900 und 1902 im Renaissancestil nach Bauplänen des Archiktekten Thierbach (Dresden, Kgl. Baudirektion) errichtet. Auf Grund einer baupolizeilichen Sperrung fand der letzte Gottesdienst Ostern 1977 statt. 1984 folgte der Beschluss, die Kirche nicht abzureißen sondern instand zu setzen. Erste wirksame Arbeiten begannen 1989 mit der Sicherung der Bauhülle. Ab 1991 begann die Wiederinstandsetzung des Turmes einschließlich der Kirchturmuhr sowie die Instandsetzung von Dach, Mauerwerk und Fundament. Das nutzbare Inventar des Innenraumes (Gestühl, Altar, Lesepult und Kanzel) wurde gesichert. Weiter verwendet werden konnten die Bleiglasfenster und eine Glocke von 1921. In den Jahren 1999 bis 2002 wurde die Innensanierung fortgeführt und eine neu erworbene Orgel eingebaut.
Die Gottesdienste werden sowohl für die Patienten des Krankenhauses als auch für die Kirchgemeinde Obercunnersdorf angeboten und durchgeführt.